20 November, 2017
 

eingeklemmtes Kind in Baumstamm


Einsatzkategorie: Techn. Hilfe > sonstige techn. Hilfeleistung
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Einsatzort Details:

Lennestadt - Theten
Datum: 17.04.2015
Alarmierungszeit: 16:17 Uhr
Alarmierungsart: DME
eingesetzte Kräfte :

Löschgruppe Elspe
DLK (Meggen)
RW (Meggen)
Rettungsdienst Kreis Olpe
Leiter der Feuerwehr
Polizei

Einsatzbericht :

Kind rutscht beim Spielen in hohlen Baumstamm

 

aufwändige Rettung mit glücklichem Ende

 

Ein 10jähriger Junge ist heute Nachmittag beim Spielen auf einem mehrere 100 Jahre alten Baum in den hohl gewachsenen Stamm gerutscht, stecke dort fest und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Freunde holten zunächst den Vater des Jungen, der hatte allerdings alleine keine Chance, den Jungen aus seiner misslichen Lage zu befreien und rief die Feuerwehr.

 

Als diese eintraf, verschaffte man sich zunächst einen Überblick und überlegte, wie man den Jungen aus dem Baum befreien könnte. Der Junge war ansprechbar und offensichtlich nicht verletzt. Als erste Maßnahme legte man Holzklötze in den Baum, wo sich der Junge drauf stellte und so zumindest mal festen Halt hatte. Erste Versuche, ihn gemeinsam mit mehreren Feuerwehrkameraden nach oben heraus zu ziehen, schlugen fehl.
Somit blieb der Feuerwehr nichts anderes übrig, den Jungen mit technischem Geräte zu befreien. Hierbei musste mit größter Vorsicht vorgegangen werden, um Verletzungen durch die Rettungsarbeiten zu vermeiden, einfach drauf los schneiden hätte hier fatale Folgen haben können.

 

Zur Unterstützung wurden der Rüstwagen und die Drehleiter der Feuerwehr Lennestadt angefordert. Von der Drehleiter aus wurden zunächst alle Äste des Baumes entfernt, damit man besser an den Baum heran kam. Weiterhin wurden mehrere Entlastungsschnitte gesetzt, um den Baum mit hydraulischen Rettungsgeräten auseinander drücken zu können. Es dauerte gut 90 Minuten, bis der Junge aus dem Baum werden konnte. Während der gesamten Rettungsaktion wurde der Junge von einem Feuerwehrmann betreut und von einem weiteren gesichert.

 

Auch für die Feuerwehr sicher kein alltäglicher Einsatz, was sich daran zeigt, dass selbst die Feuerwehrkameraden klatschten, als der gerade befreite Junge sichtlich geschockt seinem Vater um den Hals fiel. Der Junge wurde vom Notarzt untersucht, dieser konnte aber keine Verletzungen feststellen, so dass der Junge auch nicht mit ins Krankenhaus musste. Sein erster Weg führte direkt nach Hause, in die Badewanne...
Im Einsatz waren die Löschgruppen Elspe und Meggen, der Rettungsdienst, Notarzt, Polizei mit insgesamt 30 Einsatzkräften.

 

 

Text und Foto: Pressesprecher Feuerwehr Lennestad