Rauchmelder - Lebensretter

Warum Rauchmelder?
Jeden Monat sterben in Deutschland immer noch rund 30 Menschen durch Brände, die meisten von ihnen an einer Rauchvergiftung. Tödlich ist bei einem Brand also in der Regel nicht das Feuer, sondern der Brandrauch. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann irreversible körperliche Schäden verursachen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Schon drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken. Daher ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen zeitlichen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

 

Die gefährlichsten Mythen

Viele Menschen schließen eine Brandgefahr für sich aus, sind zu sorglos und/oder zu unwissend. Lesen Sie nachfolgend die bekanntesten Irrtümer:

„Ich werde den Brand auch im Schlaf wahrnehmen und wach werden.“

70% aller Brandopfer verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Denn nachts schläft auch der Geruchssinn. Die gefährlichen Rauchgase werden dadurch nicht bemerkt und führen zum Tod durch Ersticken. Rauchmelder jedoch schlafen nie.

„Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“ Oder auch: „Mir bleibt genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen.“

Falsch! Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase vor dem Brandausbruch große Mengen hochgiftiger Gase. Der Brandrauch behindert zudem erheblich die Sicht. Menschen verlieren im Rauch schnell die Orientierung, auch in der eigenen Wohnung, und ersticken, bevor sie den rettenden Ausgang erreicht haben. Rauchmelder sind daher Lebensretter. Sie nehmen auch kleinste Mengen Rauch frühzeitig wahr und schlagen Alarm, noch ehe sich eine tödliche Rauchkonzentration gebildet hat. Das Bundesamt für Materialforschung (BAM) zeigte im Jahr 2007 gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr in einem Brandversuch: Der Rauchmelder alarmierte bereits zwei Minuten nach Ausbruch des Brandes. Personen hätten also nur noch weitere zwei Minuten Zeit gehabt, um unbeschadet den Raum zu verlassen.

„Die Hitze wird mich früh genug wecken.“

Falsch! Denn viel gefährlicher als Flammen oder Hitze ist der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Tod durch Ersticken führen.

„Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn nur vier Minuten Zeit zur Flucht bleiben – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

„Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“

Falsch! Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet. Auch noch so aufmerksame Menschen sind daher nicht vor den nächtlichen Gefahren und der Vielzahl aller möglichen Brandursachen geschützt.

„Steinhäuser brennen nicht.“

Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, reichen aus, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen. Nicht abgeschaltete oder defekte elektrische Geräte und überlastete Leitungen sind weitere Gefahrenquellen.

 

Hören Sie Ihren Rauchmelder?

Wohnen und vor allem schlafen Sie auf mehr als einer Etage oder in einem Haus oder ist das Kinderzimmer sehr weit vom Schlafzimmer entfernt? Dann empfehlen sich vernetzte Rauchmelder, per Funk oder Kabel, die Sie rechtzeitig alarmieren, wenn einer der Rauchmelder in Haus oder Wohnung einen Brand meldet. Je nach Typ und Vernetzung können Sie z. T. sogar sehen, welcher Rauchmelder, d. h. welcher Raum betroffen ist.

Initiative "Mit Sicherheit ins Leben - jedem Neugeborenen einen Rauchmelder“

Die Initiative "Mit Sicherheit ins Leben - jedem Neugeborenen einen Rauchmelder“ ist ein bundesweites Vorzeigeprojekt im vorbeugenden Brandschutz. Mehrere Feuerwehren in Deutschland beteiligen sich bereits an diesem Projekt. Auch die Löschgruppe Elspe der Feuerwehr Lennestadt hat sich an diesem Projekt beteiligt. Informationen dazu unter: www.feuerwehr-elspe.de/initiative-mit-sicherheit-ins-leben

 

Weitere, ausführliche Informationen zum Kauf, Installation und Wartung von Rauchmeldern finden Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Wenn Fragen sind, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

 

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Waldbrände verhindern

Vertrocknetes Holz und lang anhaltende Hitze bzw. sommerliche Temperaturen erhöhen die potenzielle Waldbrandgefahr in unseren Wäldern. Zu 90 Prozent sind menschliches Handeln oder Fehlverhalten Ursache für Waldbrände. Sorglos weggeworfenen Zigarettenkippen, Selbstentzündung, das Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren über brennbarem Untergrund, Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und Brandstiftung sind Hauptursachen.

Dazu folgende Tipps:
• Kein offenes Feuer im oder in der Nähe von Wäldern, außer an hierzu ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen!
• Nicht Rauchen und keine Zigarettenreste wegwerfen, auch nicht während der Autofahrt in der Nähe von Wäldern
• Keine Glasabfälle liegen lassen, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken!
• Nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken! Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen! nur ausgewiesene Parkflächen nutzen
• Wege und Zufahrten, auch vor geschlossenen Schranken, freihalten. Sie dürften nicht mit Fahrzeugen blockiert werden.

Während der Waldbrandsaison (März bis Oktober) stellt der Deutsche Wetterdienst täglich aktualisierte Prognosen der Waldbrandgefahren für Deutschland bereit. Sie können die Prognosekarte über die Homepage des DWD aufrufen.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, tragen auch Sie ein Stück weit dazu bei, Waldbrände zu verhindern. Oder helfen Sie uns, diese Information zu verbreiten, in dem Sie diesen Beitrag teilen..

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richtiges Verhalten im Notfall

Notruf 112: Schnelle Hilfe
Feuer, Unfall, Verletzung: Über den europaweiten Notruf 112 kommt schnelle Hilfe. Wichtige Informationen: Was ist passiert, wo ist es passiert, wie viele Verletzte gibt es, wer ruft an und – ganz wichtig! – Warten auf Rückfragen.


Rauchmelder retten Leben
Wer schläft, bemerkt keinen Rauch – aber der Rauchmelder weckt dann mit schrillem Piepen und rettet Leben. In fast allen Bundesländern sind sie gesetzlich vorgeschrieben. Mehr Infos: www.rauchmelder-lebensretter.de (Link zu externer Seite)


Brand im Treppenhaus
Oft wirken Treppenräume wie Kamine – Rauch und Hitze ziehen blitzschnell nach oben und versperren den Fluchtweg über den Flur. Daher: In der Wohnung bleiben, Feuerwehr über Notruf 112 alarmieren und an Fenster oder Balkon bemerkbar machen!


Brand in der Wohnung
Wenn es in der Wohnung brennt: Rausgehen, Wohnungstür zuziehen, über die Treppe nach unten gehen – nie den Aufzug nehmen! Über Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren.


Treppenhaus freihalten
Wenn es in der Wohnung brennt, ist die Treppe der Fluchtweg. Diesen sollte man freihalten – also keine Möbel, Fahrräder oder Kinderwagen dort abstellen.


Kinder & Feuer
Die Kerze auf dem Geburtstagskuchen, das Lagerfeuer im Freien – Feuer fasziniert kleine Kinder. Sie müssen jedoch lernen, dass sie nicht alleine damit spielen dürfen. Wenn es doch mal passiert und schiefgeht: Nicht verstecken, sondern Erwachsenen Bescheid sagen!


Vorsicht mit Kerzen
Kerzen sorgen für abendliche Beleuchtung im Freien oder gemütliche Stimmung drinnen. Allerdings sollte man sie nie alleine brennen lassen, sondern ausmachen, wenn man weggeht – auch wenn’s nur kurz ist!


Fettbrand ersticken
Wasser löscht Feuer – fast immer. Wenn allerdings Fett brennt: Deckel auf die Pfanne und die Flammen ersticken! Kippt man Wasser aufs brennende Fett, entsteht ein gefährlicher Feuerball.


Grillen ohne Spiritus
Egal, ob Fleisch, Fisch oder Vegetarisches: Gegrillt schmeckt‘s immer besser. Aber: Nie Spiritus oder ähnliches verwenden, um den Grillvorgang zu beschleunigen! Es entsteht ein Feuerball, der alle um den Grill herum verletzen kann!


Erste Hilfe leisten
Ob Beinbruch oder Herzinfarkt: Bis der Rettungsdienst da ist, benötigt ein Verletzter Erste Hilfe. Hier ist jede Hilfe richtig und wichtig! Mit aufgefrischten Kenntnissen ist man sich noch sicherer.

 

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

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