24 November, 2017

Brandschutzaufklärung für Menschen mit Behinderung

Die Feuerwehr Lennestadt hat erstmals eine Brandschutzaufklärung für Menschen mit Behinderung durchgeführt. Dazu besuchten 12 Brandschutzerzieher aus verschiedenen Löschgruppen der Feuerwehr Lennestadt die Werthmann-Werkstätten Meggen und verbrachten einen ganzen Tag mit ihnen. Dort konnten die Beschäftigten aus einem Weiterbildungsangebot das Thema "Brandschutzaufklärung" auswählen, wovon 23 dieses Angebot wahrnahmen.

 

Aufgabe der Brandschutzaufklärung ist es, das richtige Verhalten im Brandfall zu unterrichten. Sind Menschen mit Behinderungen betroffen, greifen klassische Methoden allerdings nicht immer, stattdessen sind spezielle Lösungen gefragt. Menschen mit Behinderung reagieren in Stresssituationen oft anders: Körperliche und geistige Beeinträchtigungen fordern die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem Notfall heraus. Damit die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehrleuten und Menschen mit Behinderung im Ernstfall funktioniert, ist eine entsprechende Vorbereitung sowohl für die Feuerwehr als auch für die Einrichtung von entscheidender Bedeutung. So sollten die Beschäftigten spielerisch die Angst vor fremden Geräuschen und Wahrnehmungen verlieren und Panik vermieden werden.

Ein frühzeitiger Kontakt zu entsprechenden Einrichtungen oder Werkstätten ist wichtig, um zu erfahren, mitwelchen Arten von Behinderungen die Feuerwehrkameraden rechnen müssen oder welche baulichen Bedingungen herrschen. Die Brandschutzaufklärung mit Menschen mit Behinderung ist von der flächendeckenden schulischen Brandschutzaufklärung noch weit entfernt.

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