21 November, 2017

Einheitliche Atemschutzgeräte für die Feuerwehr Lennestadt

Sicherheit steht bei Einsätzen der Feuerwehr an erster Stelle. Besonders bei Brandeinsätzen, bei denen die Feuerwehrkameraden unter Atemschutz eingesetzt werden und hochgiftigen Gasen und Brandrauch ausgesetzt sind, spielt das Thema Sicherheit eine entscheidende Rolle. Immerhin setzen die Kameraden mitunter ihr eigenes Leben aufs Spiel und da dürfen beim Thema Sicherheit keine Kompromisse gemacht werden.

Und um einen sicheren Einsatz der Kameraden zu gewährleisten, ist eine Menge verantwortungsvoller Vorarbeit erforderlich. Das fängt an bei regelmäßigen Wartungen der Atemschutzgeräte, Atemanschlüsse und Masken, die Instandsetzung nach Einsätzen, Kontrolle, Prüfung und Austausch von Komponenten bis hin zur schriftlichen Dokumentation aller Vorgänge. 

Und diesen Job übernehmen 5 Atemschutzgerätewarte der Löschgruppe Meggen. Sie verwalten zentral für die Feuerwehr Lennestadt alle Atemschutzgeräte und sorgen dafür, dass sich die Kameraden im Einsatz auf die Technik verlassen können. Und für diese 5 Kameraden steht in diesen Tagen eine Mammutaufgabe auf dem Plan, denn die Feuerwehr Lennestadt stellt die kompletten Atemschutzgeräte und  Atemmasken auf einen einheitlichen Gerätetyp um.

Zunächst wurde die Atemschutzwerkstatt vor zwei Jahren für 70.000 € umgebaut. Auch ein neuer Kompressor zum Füllen der Geräte musste angeschafft werden, da das alte Gerät defekt war und eine Reparatur  nicht lohnte. In diesem Jahr wurden dann 99 neue Atemschutzgeräte, Lungenautomaten, über 200 Atemschutzmasken und so genannte „Totmannwarner“, die bei einem Atemschutzunfall Alarm schlagen, gekauft.  Die Gesamtkosten der Anschaffung belaufen sich auf 170.000 €. Hierhin enthalten ist auch ein Wartungsvertrag mit dem Hersteller. Verfügte man bisher über zwei verschiedene Gerätetypen, machte dies eine entsprechende Vorhaltung von Ersatzteilen erforderlich, welche auch regelmäßig gewartet werden mussten. Dies führte zu Kosten in Höhe von 18.000 € pro Jahr.  Bei der ursprünglich geplanten Umstellung der Geräte, die einen Zeitraum von 3 Jahren für die Umstellung vorsah, hat die komplette Umstellung der Geräte in nur einem Jahr auch erhebliche finanzielle Vorteile. Zudem mussten sich die Atemschutzgeräteträger bei ihren Einsätzen immer darauf einstellen, unter Umständen mit unterschiedlichen Gerätetypen arbeiten zu müssen. Nun können alle Kameraden einheitlich auf einen Gerätetyp ausgebildet werden, was die Sicherheit und somit auch einen Einsatzerfolg erhöht.

Auch können die Löschgruppen zukünftig nach Einsätzen selbstständig jederzeit die verschmutzen Geräte gegen neue Geräte austauschen. Dafür werden ständig 20 Geräte vorgehalten. Und die Atemschutzwerkstatt kann jederzeit nachvollziehen, welches Gerät sich bei welcher Löschgruppe befindet. Neben der Anschaffung der neuen Drehleiter hat man mit der Umstellung der Atemschutzgeräte einen weiteren großen Schritt zur Sicherheit, der Bürger und der Feuerwehrkameraden, gemacht. „Umgesetzt werden können solche Projekt auch nur mit Unterstützung von Rat und Verwaltung, mit denen man seit Jahren eng zusammenarbeitet und die auch immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr hat“, so Dietmar Eckhardt, Leiter der Feuerwehr Lennestadt.

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