23 November, 2017

Kaminbrand stellt sich als Feuer in Zwischendecke heraus

Ein ursprünglich gemeldeter Kaminbrand in Lennestadt Bruchhausen entpuppte sich beim eintreffen und erster Erkundung durch die Feuerwehr als ein Feuer in einer Zwischendecke. Da es sich um ein älteres Gebäude mit Lehmdecke und eingezogenen Holzbalken handelte und dieses bereits leicht verraucht war, war ein Einsatz nur unter Atemschutz möglich. Daher wurde weitere Verstärkung angefordert, u.a. auch die Drehleiter Meggen mit der Wärmebildkamera. Mit Hilfe der Wärmebildkamera konnten die versteckten Glutnester in der Zwischendecke gezielt aufgespürt werden. Durch mehrere Atemschutztrupps wurde die Zwischendecke und Teile der Wand im Gebäude geöffnet,

um den Schwelbrand freizulegen und verdeckte Glutnester zu finden. Danach konnte der eigentliche Brand mit einem Strahlrohr kontrolliert abgelöscht werden. Auf Grund der Bausubstanz wurde hier ein Minimum an Wasser eingesetzt, um keinen größeren Gebäudeschaden zu verursachen. Weiterhin wurden alle Gebäudeteile mit der Wärmebildkamera und einem Fernthermometer kontrolliert. Durch den Einsatz eines “Mobilen Rauchverschlusses”, einer Art Vorhang, der in einen Türrahmen gespannt wird, konnte eine weitere Rauchausbreitung im Gebäude verhindert werden. Das Wohnhaus ist durch das Feuer zunächst nicht bewohnbar. Die Bewohner des Hauses konnten vorübergehend bei Nachbarn unterkommen. Das Ordnungsamt wurde ebenfalls informiert und hätte bei Bedarf eine Ersatzunterkunft zu organisieren. Wegen des Einsatzes und der winterlichen Temperaturen kam es auf der angrenzenden Bundesstraße zu leichten Verkehrsbehinderungen durch gefrierendes Löschwasser. Die Feuerwehr Lennestadt war mit den Löschgruppen Bilstein, Grevenbrück und Meggen mit sechs Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften ca. 2 Stunden im Einsatz. Ebenfalls vor Ort war auch der Stellvertretende Wehrleiter der Feuerwehr Lennestadt, Andreas Schürmann.

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